Geflohene kolumbianische Staatsanwältin Ardila erhält Asyl

Berlin/Bogotá. Nach ihrer Flucht ins Exil hat die ehemalige kolumbianische Staatsanwältin María Nancy Ardila nun offiziell in Europa Asyl erhalten. Ihrem Antrag ist im September 2019 stattgegeben worden, teilte der Exekutivdirektor des Solidaritätsfonds für kolumbianische Richter FASOL, Carlos Andrés Orjeda, in einem Schreiben an den Deutschen Richterbund (DRB) mit. Damit erhält Ardila nicht nur Schutz und dauerhaften Aufenthalt, sondern kann auch einer Arbeit nachgehen.

Dieser Erfolg wäre ohne die Hilfe des DRB und sein Engagement im Hinblick auf die Verteidigung der Menschenrechte im Allgemeinen und hier im Besonderen bezüglich des ungewöhnlich komplexen Falles der Staatsanwältin nicht möglich gewesen, bedankte sich Orjeda auch im Namen von Ardila.

Eine Spendenaktion des Bischöflichen Hilfswerks Misereor und des DRB ermöglichten Ardila und ihrer Mutter ins Exil zu gehen, nachdem ihre Familie infolge ihrer staatsanwaltlichen Ermittlungen in einem Fall über Mord, Erpressung und Drogenschmuggel mit Morddrohungen konfrontiert wurden. Zwei ihrer Brüder wurden durch Paramilitärs getötet.

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Bild von Matthias Schröter Matthias Schröter Pressesprecher
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